Zur Zeit ist viel Unsinn und eine Menge an Gerüchten unterwegs. Das verwundert nicht, weil die Veränderungen radikal sein werden und Vieles tatsächlich noch nicht geklärt ist. Trotzdem, das Grundsätzliche steht fest.
Bausteine für die neu entstehenden Dekanatsbezirke werden Regionalgemeinden bilden. Das ist das Erste und damit geht es los.
Eine Regionalgemeinde besteht aus mindestens, ich betone mindestens, 8500 Gemeindegliedern, 5 Stellen in einem multiprofessionellen Team. Die Zahl der Gemeindeglieder hängt von der Bildung der Regionalgemeinde ab und die tatsächliche Zahl der Stellen von der Landesstellenplanung.
Ich mache das einmal am Dekanatsbezirk Markt Einersheim konkret, sollte dieser unter Umständen zu einer Regionalgemeinde werden. Wir sind ca. 10.000 Gemeindeglieder und derzeit 13 Stellen, die dann, so Vorausschau auf die kommende Landesstellenplanung, auf 11 bis 10 zurückgehen werden. Selbstverständlich arbeiten wir bereits jetzt multiprofessionell, da Diakon.innen, Pfarrer.innen und Kirchenmusiker.innen zusammen mit dabei sind.
Es wird weniger, aber im nächsten Schritt nicht so massiv, wie das manche befürchten.
Zum Schluss möchte ich aus dem Schreiben der Präsidentin der Landessynode zitieren, das von der letzten Sitzung des Landessyndalausschusses zusammen mit Herrn OKR Baier berichtete. Sie schreibt:„Auch über das bei der Herbstsynode in Amberg vorgestellte Konzept der Regionalgemeinden berieten wir weiter. OKR Baier betonte dabei, dass einige der in der ELKB-weiten Rezeption aufkommenden Einschätzungen in keiner Weise den Überlegungen des LKR und der Diskussion in der Landessynode entsprächen. Die Regionalgemeinden sollen als juristische Person Rechtsfähigkeit erhalten und damit die in ihr versammelten selbständigen KGen, die ihren Status als Körperschaften öffentlichen Rechts ausdrücklich behalten sollen, mindestens in den zentralen Verwaltungsangelegenheiten vertreten. Eine Eigentumsübertragung von den KGen an die Regionalgemeinde soll allenfalls freiwillig erfolgen. Es sei, so OKR Baier, also das Ziel, die Gestal-tungsmöglichkeiten der KGen – trotz zurückgehender Mitgliederzahlen und Ressourcen – zu erhalten.“
Das heißt, die Regionalgemeinden werden in Zukunft das regionale Leben in einer Region gestalten, hier wird auch die gesammte Verwaltung der Region organisiert, allerdings immer in Kooperation mit den Kirchengemeinden, die als Körperschaften des öffentlichen Rechtes erhalten bleiben. Es geht also auch nicht, wie oft behauptet, darum, die Kirchengemeinden abzuschaffen.
Daran arbeiten wir gerade mit aller Kraft. Erst dann, und ich betone das auch noch einmal ausdrücklich, wird es darum gehen, sinnvolle neue Dekanatsbezirke zu gestalten.
2 Kommentare
Liebe Eva, schön von Dir zu lesen! Was meinst Du mit HBs?
Eine sehr schöne Zusammenfassung. Auch wenn mir etwas Angst wird, was die Aufgabenbreite und Verantwortung der wenigen HBs angeht.